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Die Gentechnik und spezielle Zuchtmethoden sollen das Risiko senken
Die Übertragung von Tierorganen auf Menschen, die Xenotransplantation, könnte den Organmangel in der Transplantationsmedizin beheben. Bisher scheitert sie vor allem an der Abstossung. Nun lassen neue Resultate klinische Studien wieder näher rücken.
News:
Von Jörg Seebach*
Obwohl die Organspende laut Umfragen eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung geniesst, ist die effektive Anzahl der Spenden in der Schweiz im internationalen Vergleich aus verschiedenen Gründen miserabel. Es fehlen jährlich über 500 Organe, um den Bedarf für die Patienten auf der Warteliste zu decken. Die Liste wird immer länger, und Todesfälle von wartenden Patienten häufen sich. Zudem steigt der Druck auf die Angehörigen solcher Patienten, diesen Organe zu spenden, zum Beispiel eine Niere oder einen Teil der Leber. Doch solche Operationen sind nicht völlig unproblematisch. Durch die Xenotransplantation - die Übertragung von tierischen Organen, Geweben oder Zellen auf den Menschen - könnte der Mangel an Spenderorganen möglicherweise überwunden werden. Schweine kommen am ehesten als Organlieferanten in Frage, da die Grösse ihrer Organe gut mit jener von menschlichen Organen übereinstimmt. Ethische Bedenken, die etwa bei der Verwendung von Primaten bestehen würden, sind bei den schon seit Jahrhunderten als Fleischlieferanten gezüchteten Schweinen ebenfalls geringer; darüber hinaus sind die Tiere auch weniger nah mit dem Menschen verwandt als Primaten, was Krankheitserregern das Überspringen der Artgrenzen erschweren sollte. Wie jede experimentelle Therapie ist jedoch auch die Xenotransplantation mit Problemen und Risiken behaftet. So scheiterten einzelne klinische Versuche bisher beispielsweise stets an der starken Abstossung der tierischen Organe durch das menschliche Immunsystem.
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